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Spielberichte 1. Herren


Bei brütender Hitze standen sich zwei bisher punktlose Teams gegenüber. Die Personalsituation beim SSV hatte sich leicht entspannt - Höfer und Schweizer konnten von Beginn an auflaufen -, so dass im Überherrner Lager Zuversicht herrschte, was den Gewinn der ersten Punkte anging.
Die etwa 200 Zuschauer rieben sich allerdings bereits nach wenigen Minuten die Augen, denn nicht der SSV nahm das Heft in die Hand, sondern der Gast. Im Laufe der ersten Halbzeit erspielte sich der SV Schwemlingen ein Übergewicht und mindestens vier richtig gute Gelegenheiten, die Führung zu erzielen. Doch Unvermögen, der Überherrner Torpfosten und vor allem SSV-Torwart Zenner sorgten dafür, dass der SSV, der selbst keine nennenswerten Szenen hatte, sich mit einem glücklichen 0:0 in die Pause retten konnte.
Nach einer Auswechslung und leichten taktischen Korrekturen wurde das SSV-Spiel zu Beginn der 2. Halbzeit besser. Bis zur 60. Minute erspielte sich der SSV so ein leichtes Übergewicht und hatte durch Reinbold, Neubauer und Grauvogel einige, wenn auch keine zwingenden, Torchancen. Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit der Überherrner Herrlichkeit - bis auf die beste SSV-Chance überhaupt in der 77. Minute, als Jan Neubauer nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten Issa in aussichtsreicher Position neben das Tor köpfte. Ansonsten gelang dem SSV nicht mehr viel und nach einem Fehler in der SSV-Abwehr wurde der SV Schwemlingen-Ballern auch noch zum Siegtreffer eingeladen. Ex-Profi Charles Haffner profitierte vom Fehler, umkurvte Torwart Zenner und drückte in der 85. Minute zum 0:1 ein. Danach wurde es noch kurz hektisch (Rote Karte für Schwemlingen, vergebene Ausgleichschance durch Baltes und Neubauer in der Nachspielzeit), es blieb aber beim verdienten Sieg der Gäste.
Fazit: Das war die bisher schwächste Saisonleistung gegen den bisher schwächsten Gegner. Da hätte mehr rausspringen müssen!
Tor: Fehlanzeige!
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Nach der bitteren 1:4-Heimniederlage gegen Siersburg fuhr man als Außenseiter nach Großrosseln, zumal sich auch noch Michael Höfer mit einer Zerrung zur ohnehin schon üppigen Verletztenliste gesellte. Aber auch der von Ex-Trainer Michael Latz (der an diesem Tag seinen 54. Geburtstag feierte) trainierte SCG musste einige Stammspieler ersetzen.
Großrosseln übernahm von Beginn an die Initiative und versuchte es vor allem über die linke Angriffseite und mit Standards. Während der SSV sich meist auf eine geordnete Abwehrarbeit konzentrierte und nur wenige Torszenen hatte, erspielte sich der Gastgeber in der ersten halben Stunde bereits einige davon und hatte in der 33. Minute eine Riesen-Gelegenheit, in Führung zu gehen, der Heber über Torwart Zenner hinweg ging aber auch über das Tor. Anschließend konnte der SSV das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und kam in der 42. Minute seinerseits zu seiner ersten ganz großen Gelegenheit, die er auch gleich nutzte: Einen schönen Pass von Hussein Issa in die Tiefe nahm Jan Neubauer auf, setze sich gegen die SCG-Abwehrspieler gekonnt durch und zog etwa von der Strafraumgrenze mit Links in die rechte untere Ecke ab - 0:1! Der SC Großrosseln hatte in der 46. Minute seine zweite Großchance, traf diesmal aber nur den Pfosten, so dass es mit der glücklichen Überherrner 1:0-Führung in die Pause ging.
Die zweite Halbzeit wurde bei sommerlichen Temperaturen dann noch etwas hektischer und ruppiger. Großrosseln kam in der 55. Minute zu einer weiteren sehr guten Chance, als die linke Überherrner Seite sich im Tiefschlaf befand und den Rosseler Angreifer ungehindert auf Torwart Zenner zulaufen ließ - der Schuss ging aber neben das Tor. Eine weitere unglückliche SSV-Aktion führte in der 59. Minute dann aber doch zum Ausgleich: Ein Abschlag (!) von SSV-Torwart Jan Zenner wurde im Mittelfeld vom Gastgeber ungehindert aufgenommen, sofort per Steilpass wieder Richtung Zenner-Kasten befördert, wo SCG-Torjäger Eiloff den herausstürmenden Zenner umkurvte und zum 1:1 einlochte. Nach diesem Ausgleich drängte Großrosseln weiter auf den Siegtreffer und erspielte sich mehrere Torgelegenheiten, mit Glück und einem guten Torwart Jan Zenner konnte ein weiterer Treffer aber zunächst verhindert werden. Nach der einzigen Überherrner Gelegenheit der 2. Halbzeit in der 74. Minute, als Daniel Grauvogel bei einer Reinbold-Hereingabe von links im letzten Moment noch an einem kontrollierten Abschluss gestört wurde, musste Max Spies nach zwei gelb-geahndeten Fouls den Platz mit Gelb-Rot verlassen (78.), so dass Überherrn sich nun darauf konzentrieren musste, wenigstens den einen Punkt festzuhalten. Großrosseln machte aber weiter Druck und hatte in der 81. und in der 84. Minute weitere gute Gelegenheiten, die Führung sollte dem SCG aber nicht gelingen. Vermutlich hätte Großrosseln in diesem Spiel selbst auch kein Tor mehr geschossen und so war es dem SSV vorbehalten, dafür zu sorgen. Eine Flanke von der rechten Seite wurde in der 86. Minute von Innenverteidiger Tim Fritz so unglücklich abgefälscht, dass sie in einem hohen Bogen unhaltbar am langen Pfosten im Winkel landete - 2:1. Als Überherrn in der Nachspielzeit dann noch einmal alles nach vorne warf, hatte Großrosseln noch die Chance zum 3:1, aber auch diesmal traf man nicht das Tor. So blieb es beim 2:1.
Fazit: Gegen einen überlegenen Gegner konnte der SSV mit großem Kampfgeist dagegenhalten und verlor am Ende durch ein Eigentor wenige Minuten vor dem Ende sehr unglücklich. Aufgrund der Spielanteile und Chancenverteilung geht der Sieg der Gastgeber aber doch absolut in Ordnung.
Tor: Neubauer
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des SCG):
Ein verdienter Sieg - auch wenn er am Ende glücklich zu Stande kam
Für den rotgesperrten Marius Görgen rückte der gerade erst wiedergenesene Dominik Jochum in die Startelf, ansonsten schickte das "Geburtstagskind" Michael Latz dieselbe Elf wie beim 2:1-Auftaktsieg beim SSV Saarlouis aufs Feld. Bei sommerlichen Temparaturen übernahm der SCG von Beginn an die Initiative und sicherte sich eindeutig die größeren Spielanteile. Der in der Hintermannschaft nicht immer sicher wirkende Gast aus Überherrn beschränkte sich fast ausschliesslich auf die Defensive und richtete die wenigen Offensivaktionen allesamt auf ihren Stürmer Jan-Christoph Neubauer aus. Folgerichtig hatten die Grün-Weißen auch deutlich mehr Chancen zur Führung - die beste durch Anthony Bretterbauer, der schön in Szene gesetzt den Ball über den herauseilenden Keeper, aber auch leider über die Latte lupfte (33. Minute). Mit der ersten ernsthaften Gelegenheit (42.) gingen die von Andreas Kerber trainierten Gäste total überraschend in Front: Stürmer Neubauer gewann das Laufduell gegen Benny Groh und zielte unhaltbar ins lange Eck. Noch in der Nachspielzeit hatte Dominik Jochum die Ausgleichschance, doch er traf freistehend nur den Pfosten, so dass es mit dem knappen Rückstand in die Pause ging. Auch die zweite Halbzeit bot zunächst das gleiche Bild: der SCG deutlich überlegen, aber die Chancen blieben zunächst ungenutzt - bis zur 59. Minute, als Michael Eiloff den herausstürmenden Gästekeepter ins Leere laufen ließ und zum 1:1 einschob. Nun drängte der SCG auf den Führungstreffer, der jedoch einfach nicht gelingen wollte. Bei den Gästen liessen nun die Kräfte nach - Folge dadurch waren einige Fouls, die eine Viertelstunde vor Schluß mit einer gelb-roten Karte endete. Aber auch jetzt konnte kein Rossler den Ball zur Entscheidung ins Überherrner Tor bugsieren. Dies übernahm dann Gästespieler Tim Fritz, der bei der versuchten Klärung einer Flanke den Ball unhaltbar für den guten Gästetorwart Zenner ins eigene Tor abfälschte (86.). Kurz vor Abpfiff hatte der kurz zuvor eingewechselte Jannik Remark noch die Chance zum 3:1, aber er schoß völlig freistehend am Tor vorbei, so dass es beim 2:1-Sieg des SCG blieb.
Fazit: Die Gäste aus Überherrn hätten mit ihrer Taktik beinahe einen sehr glücklichen Punkt entführt. Umso enttäuschender für die Gäste die Tatsache, dass sie die Niederlage kurz vor Schluß per Eigentor perfekt machten. Für das Team von Michael Latz, der somit einen schönen Geburtstag feiern durfte, war der Sieg jedoch auf Grund der Spielanteile und des deutlichen Chancenplus mehr als verdient.


Bereits beim ersten Spiel musste Neu-Trainer Andreas Kerber auf etliche Spieler verzichten: Engelhardt, Fahrenkamp, Müller, Paquet, Schweizer und Schwinn standen auf der Verletzungsliste, Klein und Ordener gingen zudem angeschlagen in die Partie. Dennoch wollte man gegen den FV Siersburg einen erfolgreichen Saisonauftakt feiern.
Nach einem Warnschuss von Jan Neubauer (2. Minute) tasteten sich die beiden Teams zunächst eine Weile ab und agierten vorsichtig. Gegen Mitte der ersten Halbzeit nahm der SSV dann mehr und mehr das Heft in die Hand und erspielte sich ein Übergewicht. In der 26. Minute rettete ein Siersburger Spieler einen Höfer-Kopfball auf der Linie. Nach weiteren guten SSV-Szenen hatte dann Neuzugang Fabien Reinbold gleich zweimal die Führung auf dem Fuß: In der 40. Minute profitierte er von einer Flanke von Sebastien Leonard, scheiterte aber, völlig ungehindert, am Siersburger Torwart. Nur zwei Minuten später lief Reinbold erneut allein auf das Siersburger Tor zu, traf aber nur das Außennetz. Jan Zenner rettete bei der einzigen Siersburger Chance kurz vor dem Pausenpfiff glänzend, so dass es mit einem für Siersburg schmeichelhaften 0:0 in die Pause ging.
Die 2. Halbzeit brachte bereits nach wenigen Sekunden die verdiente Führung für den SSV: Eine lange Hereingabe von Garry Ordener fand in Michael Höfer einen dankbaren Abnehmer, der den Ball aus 16 Metern in die rechte untere Torecke zum 1:0 schlenzte. Doch das war es dann mit dem Überherrner Spiel. Von nun an bestimmte nur noch der FV Siersburg die Partie und erspielte sich seinerseits gute Gelegenheiten. Meist war es Thomas Heitz, der für Gefahr sorgte. Nach drei guten vergebenen bzw. gehaltenen Chancen war es dann in der 58. Minute so weit: Heitz traf aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich. Vorangegangen war allerdings ein eklatanter Abwehrfehler des SSV. Vier Minuten später war es erneut Thomas Heitz, der zur Stelle war. Diesmal traf er per Kopf zum 1:2 nach einer Flanke, dabei machte SSV-Torwart Jan Zenner eine unglückliche Figur. Wer jetzt mit einer Reaktion der Kerber-Truppe rechnete, wurde enttäuscht. Das Bemühen war zwar da, aber es gelang dem SSV nicht mehr, dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Als am Ende alles auf eine Karte gesetzt wurde, gelangen dem FVS noch zwei Kontertore durch Marius Mosbach und Alexander Riga, die das Ergebnis dann noch unnötig in die Höhe schraubten.
Fazit: Zwei grundverschiedene Halbzeiten führten am Ende zu einem verdienten Sieg der Gäste, der allerdings etwas zu hoch ausgefallen ist.
Tor: Höfer
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des FVS):
Nach mäßiger erster Halbzeit und dem folglichen 1:0 Rückstand kurz nach der Pause drehte unsere Mannschaft die Partie noch mit einer Energieleistung.


Der scheidende Trainer Markus Kneip ließ bei herrlichem Überherrner Heimspielwetter zum Saisonausklang Torwart Nils Reimsbach und Abwehrspieler Ronny Keil noch einmal ran - beide wechseln zum SV Fraulautern. Auch Johan Talamona, der ebenfalls mit einem Wechsel liebäugelt und Patrick Szefer, der aus familiären Gründen etwas kürzertreten möchte, waren von Beginn an mit von der Partie.
Diese und natürlich auch die "verbleibenden" Spieler sorgten für einen klaren 5:0-Sieg und einen gelungenen Ausklang der Verbandsliga-Saison 2011/2012.
Es entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spielchen, bei dem Überherrn spielbestimmend war und viel Ballbesitz hatte. Bereits in der 1. Minute hatte Jan Neubauer eine Chance, sein Linksschuss verfehlte aber das Tor. Anders in der 14. Minute, als er nach einem herrlichen Zuspiel von Max Spies in die Tiefe aus ca. 8 Metern wieder mit Links in die lange Ecke traf - 1:0. Nicolas Engelhardt hätte nur 2 Minuten später erhöhen müssen, scheiterte aber alleine vor dem Noswendeler Torwart an selbigem. In der 19. Minute hatte der Gast seine beste Chance des ganzen Spiels, schoss nach einer Reimsbach-Abwehr aber aus kurzer Distanz über das leere Überherrner Gehäuse. Reimsbach war auch in der 28. Minute bei einer weiteren Noswendeler Gelegenheit bei einem auf eine Ecke folgenden Schuss zur Stelle. Nach der dritten Gästechance in der 31. Minute (Kopfball über das Tor) sorgte Johan Talamona wieder für Freude im Überherrner Lager, als er das Leder nach einer schönen Einzelleistung aus spitzem Winkel mit Links unter die Latte hämmerte - 2:0 (34.). Es folgten noch Chancen durch Lutz Klein (Kopfball-"Rückgabe", 41. Minute), Nicolas Engelhardt (Pfostenschuss völlig unbedrängt nach herrlichem Angriff über Talamona und Neubauer, 44. Minute) und Johan Talamona (20-Meter-Schuss knapp vorbei, 45. Minute), ehe es bei ungewohnter Hitze in die wohlverdiente Pause ging.
Kurz nach Beginn der 2. Hälfte versuchte sich Clemens Baltes zunächst an einem Hackentrick (46.), das nächste Tor schoss aber wieder Jan Neubauer, als er in der 48. Minute nach einem strammen Freistoß von Pascal Müller am langen Pfosten gelautert hatte und dort nur noch einschieben musste - 3:0. Nach dieser Vorentscheidung ließ der SSV eine Phase folgen, in der Noswendel noch eimal seine Chance witterte und auch zweimal gefährlich vor dem Reimsbach-Kasten auftauchte (61. Kopfball knapp vorbei, 63. Abseitstor). Doch ab der 69. Minute übernahm Überherrn wieder eindeutig das Zepter: Zunächst scheiterte Jan Neubauer am Torwart nach einem Traumpass von Schweizer (69.), anschließend köpfte Lutz Klein nach einer Schweizer-Ecke knapp über das Tor (75.) und schließlich sollte es durch Clemens Baltes dann endlich mit dem nächsten Treffer klappen: Er konnte in der 77. Minute aus kurzer Distanz einschieben, nachdem Stephan Schweizer im gegnerischen Strafraum den Ball erkämpft und mustergültig quergepasst hatte - 4:0. Den Schlusspunkt setzte Torjäger Jan Neubauer mit seinem dritten Tor in der 81. Minute nach einem unnachahmlichen Alleingang von der Mittellinie aus, bei dem er zwei Gegenspieler und den Noswendeler Torwart wie Slalomstangen stehen ließ - 5:0.
Damit hat der SSV 20 Tore in den letzten 5 Saisonspielen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte geschossen!
Fazit: Absolut verdienter Sieg und gelungener Saisonausklang als kleines Abschiedsgeschenk für Markus Kneip!
Tore: Neubauer (3), Talamona, Baltes
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Nach den ordentlichen Vorstellungen der letzten Wochen fuhr man zuversichtlich zum Tabellenzweiten und zukünftigen Saarlandligisten Gresaubach, wenn auch die personelle Situation alles andere als entspannt zu bezeichnen war. Tim Fritz zog es vor, dem DFB-Pokalfinal in Berlin beizuwohnen und Stephan Schweizer konnte angeschlagen nur auf der Bank Platz nehmen. Dafür rückte Hussein Issa nach seiner Verletzung wieder in den Kader.
Nach einer ersten kurzen Drangphase von Gresaubach mit zwei gefährlichen Angriffen kam der SSV richtig gut in Fahrt, so dass es bereits nach 25 Minuten 0:3 für Überherrn stand: In der 16. Minute passte Johan Talamona den Ball in Höhe der Mittellinie auf der rechten Seite diagonal auf Nico Engelhardt, der direkt mit dem Kopf ins Zentrum an den Strafraum vorlegte, wo Jan Neubauer wartete und mit einer schönen Direktabnahme zum 0:1 traf. In der 21. Minute erkämpfte sich Pascal Müller den Ball an der Mittellinie, zog durch bis an den Strafraum, legte den Ball quer und Jan Neubauer musste für seinen zweiten Treffer nur noch einschieben - 0:2. In der 25. Minute setzte Johan Talamona dann einen Gresaubacher Abwehrspieler auf der rechten Seite unter Druck, so dass dieser den Ball zurück zu seinem Torwart passen wollte, dieser war aber schon ein Stück entgegen gekommen, so dass der Ball am Torwart vorbei ins Tor ging - 0:3, wer hätte das gedacht? Es folgten weitere gute SSV-Angriffe über beide Außenseiten, aber ohne nennenswerte Abschlüsse. Der Aufsteiger startete in der 29. Minute dann auch mal wieder einen Angriff, die SSV-Abwehr war zu kurz und Wollscheit konnte mir einem Schuss aus etwa 16 Metern zum 1:3 verkürzen. Danach stellte der SSV das Fußballspielen leider ein und laborierte meist nur noch mit langen Bällen, einzig Pascal Müller hatte nach einem Solo von der Mittellinie in der 44. Minute noch eine Gelegenheit, sein Abschluss war aber zu harmlos. Mit der überraschenden 3:1-Führung ging es in die Pause, Tainer Markus Kneip war mit dem starken Spiel nach vorne sehr zufrieden, ärgerte sich aber über das Gegentor und die letzte Viertelstunde, als man für zu wenig Entlastung sorgte und den Gegner dadurch aufkommen ließ.
Gresaubach wollte die erfolgreiche Runde vermutlich nicht mit einer Heimniederlage gegen einen "Underdog" beenden. Jedenfalls kam der Gastgeber überaus druckvoll aus der Pause, so dass der SSV nicht mehr dagegenhalten konnte. Bereits in der 46. Minute konnte ein Gresaubacher Angriff nur noch mit einem Foul im Strafraum unterbunden werden - Kirsch verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:3-Anschluss. Nur kurz später folgte ein abgefälschter Gresaubacher Schuss, der aber knapp am Tor vorbei rauschte. Nach einer Kopfballchance durch Pascal Müller nach Flanke von Nico Engelhardt (am Tor Vorbei) war der Gastgeber erneut zur Stelle: Ein langer Gresaubacher Ball und eine zu kurze Kopfballabwehr durch den SSV eröffnete Wallscheid die Chance zur Risiko-Direktabnahme - 3:3. In der 68. Minute folgte der Führungstreffer für den Aufsteiger: Warken vollendete nach einem Gresaubacher Konter über links per Schuss gegen die Laufrichtung von SSV-Torwart Jan Zenner - 4:3. Drei Minuten später folgte das 5:3 zum Endstand durch Robert nach einem Ballverlust beim Spielaufbau. Danach hatte der SSV durch Stepan Schweizer und Steven Rink noch zwei Angriffe aufzubieten, Gresaubach landete noch einen Pfostentreffer, Tore fielen aber keine mehr.
Fazit: Gute und konsequente erste 30 Minuten mit eiskalter Chancenauswertung, anders als in vielen Spielen zuvor. Danach hatte Gresaubach das Spiel aber eindeutig in der Hand und war klar besser, so dass die Niederlage trotz einer zwischenzeitlichen deutlichen Führung letztendlich in Ordnung geht.
Tore: Neubauer (2), Eigentor
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des SCG):
Gegen die Gäste aus Überherrn spielte Gresaubach eine äußerst bescheidene erste Halbzeit. Nach vorne war man zu ideenlos und hinten schlichen sich ungewohnt viele Fehler ein, die von Überherrn knallhart bestraft wurden. Dem 0:1 ging ein unnötiger Ballverlust voraus und die Gäste erzielten mit einem schönen Spielzug die Führung. Auch das 0:2 fiel nach einem Gresaubacher Fehler im Aufbauspiel. Die Krönung war dann das 0:3 durch ein Eigentor in der 33. Minute. Kurz vor der Halbzeit dann ein Lichtblick: Manuel Wollscheit traf per Direktabnahme in der 43. Minute zum 1:3.
In der zweiten Halbzeit besinnte sich Gresaubach dann auf seine Stärke und machte Druck. Nach 48 Minuten gab es nach Foul an Fabian Blass dann Elfmeter, den Michael Kirsch verwandeln konnte. Nach 58 Minuten traf Marco Wallscheid mit einem schönen Schuss zum 3:3. Die Führung erzielte Tobias Warken nach 68 Minuten nach Vorlage von Fabian Blass. Den Schlusspunkt zum 5:3 setzte dann Kevin Robert, der nach einem Querpass von Daniel Pfeffler erfolgreich war.


Trainer Markus Kneip schickte gegen den Dritten der Tabelle zunächst die Mannschaft auf den Platz, die in Freisen in der 2. Halbzeit so viel Freude bereitet hatte. Nicolas Engelhardt saß also (zunächst) auf der Bank, Johan Talamona war dabei.
Nach einer flotten Anfangsphase mit leichten Vorteilen für Überherrn musste der 3-fache Torschütze von Freisen, Stephan Schweizer, allerdings leicht angeschlagen wieder raus, so dass Nicolas Engelhardt ab der 17. Minute doch noch zum Einsatz kam. Es folgten erste Primstaler Chancen, doch Johan Talamona und Jan Zenner konnten in der 18. bzw. 22. Minute einen Rückstand verhindern. Die Zuschauer durften dann in der 28. Minute einen "echten Engelhardt" bewundern: Nicolas Engelhardt schnappte sich an der linken Außenseite den Ball, tankte sich an drei Gegenspielern vorbei Richtung Tor in den Strafraum und schlenzte das Leder in neben den langen Pfosten - 1:0. Danach hatte Überherrn durch Max Spies (Fernschuss 38. Minute), Tim Fritz (scheiterte an Torwart Bies aus kurzer Distanz, 40. Minute) und Jan Neubauer (45. Minute Schuss abgeblockt) noch gute Aktionen, die beste Gelegenheit aber vergab der Gast in der 43. Minute, als er nach einem Freistoß plötzlich am Fünfer völlig frei vor Torwart Zenner auftauchte, dieser den Schuss aber glänzend halten konnte. So ging es nach einer ausgegelichenen 1. Halbzeit mit der knappen Führung in die Pause.
Der 2. Abschnitt begann mit einem Sturmlauf von Überherrn: In der 49. Minute scheiterte Jan Neubauer nach einem Zuspiel von Nicolas Engelhardt am Torwart, 2 Minute später wurde ein herrlicher Angriff über die rechte Seite vorgetragen, die Hereingabe von Jan Neubauer wurde von Primstal aber gerade so noch abgefangen. Weitere 3 Minuten später schoss Nicolas Engelhardt in aussichtsreicher Position nach Vorarbeit von Jan Neubauer neben das Tor. Die nächste Chance folgte in der 59. Minute, als Tim Fritz flankte und Jan Neubauer mit seinem Kopfball das leere Tor verfehlte. Und schließlich rutschte Clemens Baltes in der 62. Minute nur ganz knapp an einer Fritz-Flanke vorbei. Und wie das im Fußball ist - es folgte in der 63. Minute die Strafe für die vergebenen Chancen: Eine Standardsituation (Freistoß - Kopfball Zimmer) reichte dem Gast, um zum 1:1 auszugleichen und wieder zurück ins Spiel zu finden. Es folgte die beste Primstaler Phase, wobei Pascal Müller zwischendurch gefährlich vor dem Gästetor auftauchte, aber im direkten Duell mit einem Gegenspieler den Kürzeren zog (70.). Die Primstaler Führung besorgte dann der sonst recht gut beschattete Nicola Lalla in der 71. Minute nach einem Konter, als er auf der linken Überherrner Abwehrseite zu viel Platz hatte und von der Ecke des Strafraums in die linke untere Torecke zielen durfte - 1:2. Doch Überherrn kam noch einmal zurück! Pascal Müller setzte sich in der 80. Minute auf der linken Seite durch und setzte Jan Neubauer etwa 12 Meter vor dem Tor in Szene, der den Ball mit dem linken Fuß und leichter Unterstützung durch den holprigen Rasen an Torwart Bies vorbei zum 2:2-Ausgleich eindrückte. Nur 3 Minuten später gelang sogar der vielumjubelte 3:2-Führungstreffer durch Tim Fritz, der nach einem weiteren Lauf von Nicolas Engelhardt über links profitierte und aus kurzer Distanz nur noch eindrücken musste. Nun warf Primstal alles nach vorne und öffnete Räume für den SSV, der in der 89. Minute so zur riesigen Gelegenheit kam, das Spiel endgültig zu entscheiden, als "drei Mann" alleine auf Torwart Bies zuliefen, sich aber ziemlich dumm anstellten und mit einem Pass eine Abseitsposition produzierten. Dummheit muss bestraft werden... In der 4. Minute der Nachspielzeit führte Nicola Lalla einen Freistoß blitzschnell mit einem Pass in den Strafraum aus, wo ein Primstaler Spieler bereits wartete und keine Probleme hatte, an Torwart Zenenr vorbei den 3:3-Endstand herzustellen.
Fazit: Der Aufwärtstrend der letzten Wochen wurde auch gegen den Tabellendritten bestätigt. So richtig Freude konnte aber nicht aufkommen, da der verdiente Sieg verschenkt wurde.
Tore: Engelhardt, Neubauer, Fritz
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