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Spielberichte 1. Herren


Ja, wer hätte das gedacht? Nach der 1:4-Schlappe gegen Noswendel vom letzten Wochenende hätte wohl kaum jemand auf einen Überherrner Erfolg beim Aufstiegsaspiranten SV Losheim gesetzt, gegen den man im Hinspiel noch ganz "alt" ausgesehen hatte. Am Ende stand aber ein sensationelles 0:5 auf dem Ergebnistableau. Wie konnte das passieren?
Nun, Losheim wollte das Spiel trotz der winterlichen Bedingungen unbedingt absolvieren und verlegte es auf den kleinen Hartplatz, der durch ein Räumkommando von Eis und Schnee befreit worden war. Der Platz war bei strömendem Regen zwar bespielbar, aber alles andere als optimal. Das stellte sicherlich keinen Nachteil für den SSV dar, der wieder einmal mit Personalsorgen und nur zwei Ersatzspielern nach Losheim anreiste. Von Beginn an auf dem Platz stand aber nach langer Zeit wieder unser französischer Freund Patrick Szefer, der für etwas mehr Ballsicherheit im Mittelfeld sorgen sollte.
Nach nur 20 Sekunden forderte die Losheimer Fraktion bereits einen Elfmeter, als SSV-Torwart Jan Zenner in einer 1:1-Situation rettete. Der Pfiff blieb aber genauso aus wie bei einer ähnlichen Situation in der 3. Minute auf der Gegenseite, als Sebastien Leonard vom Losheimer Keeper rüde angegangen wurde. Danach wunderten sich die Zuschauer, denn nicht Favorit Losheim, sondern der krasse Außenseiter kam mit den widrigen Verhältnissen besser zurecht und erkämpfte sich ein Übergewicht. Die nächste echte Torgelegenheit hatte aber wieder Gastgeber Losheim, als ein Kopfballaufsetzer in der 31. Minute an der Überherrner Latte landete. Nach einer weiteren brenzligen Situation eine Minute später (Freistoß Losheim innerhalb des Strafraums) befreite sich Überherrn aber wieder und ging in der 36. Minute sogar in Führung: Der schwächelnde Losheimer Torwart konnte einen Fernschuss des starken Max Spies nicht festhalten und Jan Neubauer drückte den Abpraller über die Linie. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Clemens Baltes noch erhöhen müssen, als er völlig alleine vor dem Losheimer Tor auftauchte, sein Schuss traf aber nur den Torwart. So ging es mit der knappen 0:1-Führung in die Pause.
Losheim hatte sich für die zweite Hälfte sicherlich einiges vorgenommen, doch nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff drückte Max Spies einen Kullerball über die Linie, der nach einem abgewehrten Schuss von Hussein Issa plötzlich vor ihm auftauchte - 0:2. Das schnelle Tor sorgte beim SSV für neues Selbstbewußtsein und plötzlich zeigte die Kerber-Truppe erstaunliches spielerisches Potenzial auf dem kleinen holprigen Platz. Eine richtig schöne Kombination durch das Mittelfeld führte so auch zum nächsten Tor durch Jan Neubauer in der 55. Minute - 0:3. Losheim wollte sich aber noch nicht geschlagen geben und versuchte nun endlich, Druck auszuüben. Doch genau in diese Phase fiel das 0:4 durch Max Spies per 20-Meter-Knaller, bei dem der Losheimer Keeper erneut nicht gut aussah. Losheim hatte in der 73. und 74. Minute noch einmal Torgelegenheiten, doch Jan Zenner sollte an diesem Tag seinen Kasten sauber halten und war jeweils zur Stelle. Den Schlusspunkt setzte Clemens Baltes mit dem 0:5, das in der 79. Minute fiel. Er verwertete eine Vorlage von Patrick Szefer mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern ins untere Toreck. Danach war die Messe gelesen und der SSV brachte die deutliche Führung souverän über die Zeit.
Fazit: An diesem Tag ging bei Losheim gar nichts und beim SSV (fast) alles. Auch der Hartplatz hatte sicherlich seinen Anteil am Überherrner Sieg. Vor allem aber stimmte diesmal der kämpferische Einsatz bei allen Spielern und über den Kampf fand die Mannschaft auch zu spielerischer Stärke. Schön wäre es, wenn man diese Form für den Rest der Saison konservieren könnte.
Tore: Neubauer (2), Spies (2), Baltes
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Nach dem Teilerfolg in Klarenthal hofften die Überherrner Anhänger auf einen Sieg gegen Noswendel, um weiterhin noch an den Klassenerhalt glauben zu können. Trainer Andreas Kerber hatte keinen Grund, Änderungen vorzunehmen und schickte die gleiche Elf auf den Platz wie in der Vorwoche.
Von neuen Selbstbewußtsein und gnadenlosem Abstiegskampf war zunächst aber nichts zu sehen. Der Gast bestimmte das Spiel und hatte auch die ersten Chanchen, SSV-Torwart Jan Zenner konnte sich über mangelnde Auslastung nicht beschweren. Als Überherrn sich nach etwa 20 Minuten etwas Luft verschaffen konnte, folgte leider gleich der Rückschlag: Nach einer Noswendeler Ecke konnte Carsten Schmitt im Überherrner 5-Meter-Raum den Ball ungehindert annehmen und ins Tor drücken - 0:1 (21. Minute). Nur sechs Minuten später fiel das 0:2 durch Fritz Gard durch einen 8-Meter-Schuss nach einem schönen Angriff über die rechte Überherrner Abwehrseite. Nach diesem Doppelschlag saß der Schock tief und der SSV fand nicht zu seinem Spiel - Fehler und Fehlpässe waren an der Tagesordnung. Erst gegen Ende der 1. Halbzeit gelangen wieder einige Aktionen, so konnte Jan Neubauer in der 35. Minute nach einer Engelhardt-Flanke an den Pfosten köpfen und Hussein Issa hatte in der 45. Minute eine Großchance, schoss nach dem Zuspiel von Jan Neubauer aber dem Noswendeler Torwart in die Arme. Davor hatte Max Spies nach einem groben Abwehrschnitzer der Gäste aus 10 Metern den Anschlusstreffer erzielen können (37. Minute), so dass es zur Halbzeit bei einem Stand von 1:2 noch Hoffnung gab.
Leider konnte der SSV in der 2. Halbzeit zunächst nicht an das Ende der 1. Halbzeit anknüpfen. Noswendel hatte nach einem Eckball die erste Chance (48.) und Überherrn schwächte sich nach einer gelb-roten Karte für Nicolas Engelhardt wegen wiederholtem Foulspiel selbst (60.). Die Vorentscheidung fiel in der 66. Minute durch das 1:3. Der eingewechselte Andreas Haupenthal vollendete einen schönen Angriff der Gäste, bei dem die Überherrner Abwehr wie Slalomstangen umkurvt wurden. Doch der SSV gab sich nicht auf: In der 68. Minute wurde Max Spies auf der Strafraumlinie mit gestrecktem Fuß am Torschuss gehindert, so dass der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Clemens Baltes trat an, sein Schuss wurde allerdings vom Torwart gehalten (69. Minute)! Auch nach diesem erneuten Rückschlag kämpfte der SSV in Unterzahl tapfer weiter und konnte das Spiel offen gestalten. Die endgültige Entscheidung fiel mit dem 1:4 in der 79. Minute durch Jan Philipp Grünewald, der einen Konter nach einer schönen Einzelleistung mit einem Schuss ins rechte obere Eck abschloss. Danach hatte Clemens Baltes noch eine Chance für den SSV und auch Noswendel hätte nach einer Ecke fast noch einen Treffer erzielt, es blieb aber beim 1:4.
Fazit: Bei besserer Chancenverwertung wäre hier mehr drin gewesen. Die Niederlage fiel sicherlich auch ein bis zwei Tore zu hoch aus. Insgesamt muss man aber leider festhalten, dass eine solche Gesamtleistung für den Klassenerhalt einfach nicht ausreicht.
Tor: Spies
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website der SGNW):
Spielzusammenfassung von Trainer Patric Rapin:
An einem vorgezogenen Spiel vom 20. Spieltag gastierte die SG Noswendel/Wadern in Überherrn. Der momentan Tabellenletzte hatte bei seinem ersten Rückrundenspiel vergangene Woche gegen den SV Klarenthal ein Unentschieden erreicht. Unter der Woche im Training habe ich die Spieler immer wieder auf die Wichtigkeit dieser Partie für uns hingewiesen. Die Tabellenkonstellation war für uns ein zusätzlicher Anreiz dort zu siegen, denn mit einem 3er wäre zum ersten Mal ein Sprung auf Tabellenplatz 6 möglich. Bei der Aufstellung agierte für Bastian Brutscher heute Patrick Salmon und Kilian Biesel stand als ETW wieder zur Verfügung. Im Überherrner Waldstadion waren die Spieler der SG von Beginn an hellwach. Die Mannschaft versuchte von Anfang an die Überherrner Mannschaft nicht ins Spiel kommen zu lassen. Durch viel Laufbereitschaft und Engagement erspielten wir uns die ersten Torchancen. Nach einem Eckball von Jan Grünewald in der 5. Minute konnte der TW den Schuss von Carsten Schmitt noch gerade mit dem Fuß klären. Nach einem Ballverlust von Überherrn ging Jan Grünewald über außen durch, seine Flanke am langen Pfosten verwertete Fritz Gard mit dem Kopf. Der Überherrner TW konnte den Ball gerade noch zur Ecke klären. Dieser und der folgende Eckball waren die Ausgangssituation für das erste Tor für die SG. Carsten Schmitt war mit dem Fuß zur Stelle und traf aus 6 Metern ins Tor zur 0:1-Führung (20. Minute). Die SG agierte weiterhin nach vorne und nur 5 Minuten später wurden die Angriffsbemühungen belohnt. Nach einem schnellen Angriff, der schon bei TW Marc Lauer begann, kam der Ball zu Fritz Gard, dieser bediente mit der Hacke den im Rücken agierenden Jörn Kiefer. Kiefer wiederum spielte sich zur Grundlinie durch und spielte den Rückpass wieder auf den mitgelaufen Gard, der keine Mühe hatte, das 0:2 zu erzielen (25. Minute). Nach diesem Doppelschlag wurde Überherrn auch aktiver nach vorne und ein Kopfball von Neubauer nach einem Eckball ging über das Tor. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit agierte die SG nun zu fahrlässig und unkonzentriert. Ein folgenschwerer Fehler von Carsten Schmitt ermöglichte so dem SSV Überherrn das Anschlusstor. Sein Querpass durch den 16er wurde durch den Überherrner Stürmer Spies konsequent verwertet (35. Minute). Die letzten Minuten bis zur Pause waren dann von Hektik geprägt und bis zum Pausenpfiff geschah nichts mehr. In Hälfte 2 war die Ausgangslage klar. Wir wollten wieder an die gute erste halbe Stunde anknüpfen, um die Führung wieder auszubauen. Nach einem guten Zusammenspiel über Jörn Kiefer und die eingewechselten Philipp Müller und Andreas Haupenthal, erzielte letzterer mit einem gezielten Flachschuss die 3:1 Führung (65. Minute). Kurze Zeit später gab es für einen Überherrner Spieler die gelb-rote Karte. In Unterzahl agierte dann Überherrn fast nur mit langen Bällen auf den groß gewachsenen Neubauer. Ein solch langer Ball wurde von unserer Abwehr zu kurz abgewährt, und Carsten Schmitt konnte seinen Gegenspieler nur durch ein Foulspiel bremsen. Marc Lauer aber war wiederholt auf dem Posten und parierte diesen Elfer mit Bravour. Die letzten 15 Minuten hätte die SG das Spiel noch deutlicher gestalten müssen. Das Überzahlspiel wurde nicht konsequent genug ausgespielt, so dass etliche Chancen überhastet vergeben wurden. 10 Minuten vor dem Ende markierte dann Jan Grünewald mit einem herrlichen Treffer in den Winkel das 1:4. Kurz darauf nach einem Eckball von Patric Rapin war Grünewald erneut frei vor dem Tor, doch leider vergab er aus 3 Meter das mögliche 1:5. Somit blieb es beim verdienten 4:1-Auswärtserfolg der SG.
Fazit: In einem wichtigen Spiel beim Tabellenletzten aus Überherrn hat die Mannschaft sich gut präsentiert und 3 wichtige Punkte eingefahren.


Nach der durchwachsenen Vorbereitung mit erheblichen alten und neuen Personalproblemen sowie dem ausgefallenen Spiel gegen Abstiegskonkurrent Schwalbach musste der SSV im ersten Punktspiel des Jahres gleich zum Aufstiegsanwärter SV Klarenthal und nur wenige hartgesottene SSV´ler hätten auf einen Erfolg ihrer Mannschaft gewettet. Doch Trainer Andreas Kerber konnte tatsächlich eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten, die dem Favoriten alles abverlangte. Mit Klein, Müller, Engelhardt und Neubauer liefen auch die Spieler auf, die in der Vorrunde bzw. in der Wintervorbereitung mit Verletzungen zu tun hatten. Außerdem gehörte auch Patrick Szefer seit langem erstmals wieder zum Kader.
Es entwickelte sich bei herrlichem Sonnenschein ein ausgeglichenes Spiel, in dem der SSV in der ersten Halbzeit sogar die besseren Chancen hatte (5. Minute Engelhardt-Schuss, 7. Neubauer-Kopfball, 16. Klein-Fernschuss, 44. gefährlicher Freistoß). Der SSV ging in der 29. Minute verdient mit 0:1 durch Nicolas Engelhardt in Führung, der nach einer Vorlage von Daniel Grauvogel dem SVK-Torwart aus halblinker Position keine Chance ließ und den Ball in die rechte untere Ecke versenkte. Die Führung hielt allerdings nur 3 Minuten, denn bereits in der 32. Minute fiel der Ausgleich "aus dem Nichts" nach einer langen Flanke in den SSV-Strafraum, wo leichte Verwirrung herrschte und der Ball nach einer unübersichtlichen Situation irgendwie im Tor landete. Ansonsten sah man von Klarenthal nur wenige gute Szenen, die jedoch vom guten SSV-Torwart Jan Zenner zunichte gemacht wurden (26. Schuss aus 18 Metern, 36. Schuss aus 16 Metern). Halbzeitstand also 1:1.
Auch die zweite Spielhälfte sollte ausgeglichen verlaufen. In der 47. Minute hatte Clemens Baltes eine große Kopfball-Chance nach einem Issa-Freistoß, traf aber ziemlich frei stehend nur das Außennetz. Der erneute Führungstreffer zum 1:2 gelang dem SSV in der 58. Minute durch Lutz Klein, der nach einer Ecke, einer Kopfballvorlage von Jan Neubauer und einer Ballberührung von Clemens Baltes aus kurzer Distanz traf. Doch auch diesmal hielt die Führung nicht lange: In der 64. Minute wurde ein Klarenthaler Spieler nicht konsequent genug angegangen, so dass er aus 20 Metern abziehen konnte. Jan Zenner sah den Ball sehr spät, da etliche Spieler die Sicht versperrten, war auch noch dran, konnte den Ball aber nur noch ins Tor abfälschen - 2:2. Es folgte eine Phase, in der beide Mannschaften den erneuten Führungstreffer hätten erzielen können (Chancen Klarenthal 66. Minute - Zenner hält aus kurzer Distanz, 79. Minute schöner SVK-Angriff, aber abgepfiffen, 90. Minute brenzlige Situation nach einer Ecke; Chancen Überherrn in der 67. Minute Kopfball Engelhardt, 68. Minute Drehschuss Engelhardt, 71. Minute Issa-Schuss aus 25 Metern knapp am Winkel vorbei, 76. Minute Kopfball Neubauer, 85. Minute Freistoß Issa), am Ende blieb es aber beim sicherlich gerechten 2:2.
Fazit: Der SSV lebt noch! Vor den entscheidenden Heimspielen gegen Noswendel, Schwalbach und Bischmisheim hat die Mannschaft gezeigt, dass sie den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben hat. Nach dem Spiel musste man sich sogar etwas darüber ärgern, aus Klarenthal nicht noch zwei weitere wichtige Zähler mitgenommen zu haben.
Tore: Engelhardt, Klein
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Auch im letzten Spiel des Jahres 2012 konnten keine Punkte eingefahren werden, so dass der Klassenerhalt in fast unerreichbare Ferne rückt.
Dabei zeigte sich die Kerber-Truppe zunächst stark verbessert gegenüber der Schlappe in Schwemlingen und konnte das Spiel gegen den vom Ex-SSV-Spieler und -Trainer Michael Latz trainierten Tabellenfünften offen gestalten. Hussein Issa hatte in der 8. Minute die Riesen-Gelegenheit, den SSV in Führung zu schießen, scheiterte aber aus wenigen Metern am guten Rosseler Torwart Wonn. Dirk Wagner hatte Issa zuvor mit einer Kopfballablage nach Grauvogel-Flanke entsprechend in Szene gesetzt. Während Großrosseln noch in der ersten Halbzeit zweimal verletzungsbedingt wechseln musste und nur dreimal gefährlich vor dem SSV-Tor auftauchte, hatte der SSV in der 1. Halbzeit die Mehrzahl an guten Chancen. Die - abgesehen von der Issa-Chance zu Beginn - beste Gelegenheit hatte Nicolas Engelhardt kurz vor dem Pausenpfiff, als er eine Kopfball-Verlängerung von Jan Neubauer per Fallrückzieher Richtung Tor bugsierte. Leider war aber auch diesmal Torwart Wonn zur Stelle. Es ging mit einem 0:0 in die Pause, eine Überherrner Führung wäre verdient gewesen.
Nach einer heftigen Ansprache von Michael Latz kam der Gast wesentlich aggressiver aus der Kabine und machte nun das Spiel. Überherrn sah sich in die Defensive gedrängt und musste sich in der Offensive auf Konter beschränken. Wie schon in der ersten Halbzeit standen die beiden guten Torhüter Zenner und Wonn mit einigen Glanzparaden im Mittelpunkt. Das entscheidenden Tor zum 0:1 fiel in der 72. Minute durch Benny Groh, der eine Flanke per Kopf an den Überherrner Innenpfosten beförderte, von wo der Ball dann über die Linie trudelte. Jan Zenner schlug den Ball noch weg, der Linienrichter zeigte aber das Tor an, wohl auch zu Recht. Dem bemühten SSV gelang nicht mehr sehr viel. Zwar tauchte man noch einige Male vor dem SCG-Tor auf, doch Wonn war an diesem Tage nicht zu bezwingen, so auch in der 82. Minute, als Nicolas Engelhardt aus kurzer Distanz abzog. Letztlich blieb es beim knappen Sieg der Gäste, der aufgrund der zweiten Halbzeit auch in Ordnung geht, obwohl ein tapferer SSV sicherlich auch einen Punkt verdient gehabt hätte.
Fazit: Mit dieser Niederlage verabschiedet sich der SSV als Tabellenschlusslicht und mit einem erheblichen Punkterückstand auf die Nichtabstiegsplätze in eine äußerst unangenehme Winterpause. Zwar ist nichts unmöglich, für den Glauben an den Klassenerhalt muss man aber schon sehr opimistisch veranlagt sein.
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des SCG):
Benny lässt´s klingeln
Durch die Ausfälle von Tim Latz, Sebastian Rupp, Michael Eiloff, Benjamin Niegemann und Anthony Bretterbauer waren an diesem Spieltag Rossler Offensivkräfte mangelware. Dadurch war Trainer Michael Latz gezwungen, einige Umstellen in der Startformation vorzunehmen und beorderte Dominik Jochum und Benny Groh ins Sturmzentrum. So starteten die Rossler in ungewohnter Formation und hatten zunächst deutliche Probleme in der Abstimmung und luden die Gastgeber zu mehreren Möglichkeiten ein. Eine der wenigen Konstanten in unserem Spiel der letzten Wochen - Daniel Wonn - sorgte mehrfach mit guten Reaktionen dafür, dass wir nicht frühzeitig in Rückstand gerieten. Unsere Offensivbemühungen wurden vorzugsweise über die rechte Seite vorgetragen, wo Torben Etgen mit seiner Schnelligkeit für Gefahr sorgte. Einzig das letzte Anspiel in die Spitze und der entscheidende Pass fehlten oder wurden zu ungenau ausgeführt. Bereits nach einer halben Stunde musste Michael Latz bereits zweimal auswechseln, da Steven Geisbauer und Torben Etgen verletztungsbedingt aus dem Spiel gingen. Kurz vor dem Pausenpfiff dann die beste Möglichkeit der Mannschaft aus Überherrn, aber auch den gut platzierten Fallrückzieher konnte Daniel Wonn parieren und so blieb es bei einem Torlosten Unentschieden zur Halbzeit.
Nach einer deutlichen Halbzeitansprache stand unsere Mannschaft in den zweiten 45 Minuten besser und die Abwehrarbeit wurde konzentrierter verrichtet. Auch im Spiel nach vorne wurden unsere Bemühungen nun zielstrebiger und wir konnten das Tor der Gastgeber ein ums andere Mal in Bedrängnis bringen. Das einzige und somit entscheidende Tor entsprang rund 20 Minuten vor dem Ende einer Freistoßflanke von Tim Kiefer, die Benny Groh mit einem wuchtigen Kofpball im Tor der Überherrner versenkte. Die Heimmannschaft reagierte nach dem Rückstand sofort und versuchte vor allem mit hohen, weiten Bällen die Rossler Defensive unter Druck zu setzen. An diesem Tag lag die Lufthoheit aber eindeutig in den Händen von Marius Görgen und Patrick Kwetsche und so konnten alle Versuche abgewehrt werden. Gegen die aufgerückte Mannschaft aus Überherrn hattten wir noch einige Möglichkeiten das Ergebnis auszubauen, jedoch stand uns der Gästetorwart oder das eigene Unvermögen im Weg.
Fazit: Ein Sieg, der aufgrund einer guten kämpferischen Einstellung und einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit in Ordnung geht.


Vor der vorgezogenen Partie des 18. Spieltages in Schwemlingen war klar: Wer dieses Spiel verliert, wird es ganz schwer haben, die Klasse noch zu halten. Trainer Andreas Kerber konnte glücklicherweise erstmals wieder von Beginn an auf den lange verletzten Nicolas Engelhardt zurückgreifen. Doch sowohl die (leicht) verbesserte personelle Situation als auch die Bedeutung des Spiels führten leider nicht zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit bzw. -bereitschaft beim SSV.
Der Gastgeber übernahm von Beginn an das Zepter, war die klar bessere Mannschaft und hatte anfangs im 3-Minuten-Takt gute Torgelegenheiten, wobei die Defensivabteilung des SSV das eine oder andere Mal ziemlich "daneben" lag. Es war Torwart Jan Zenner und viel Glück geschuldet, dass es immerhin bis zur 17. Minute dauerte, ehe die Schwemlinger Führung durch Ex-Profi Charles Haffner per Direktabnahme aus 16 Metern gelang - 1:0. Es folgten weitere Schwemlinger Angriffe, unterstützt durch eine sehr hohe Fehlerquote beim SSV. Jan Zenner hatte dabei weitere Gelegenheiten, seine Klasse zu beweisen. Beim 2:0 nach einem Eckball in der 31. Minute war er allerdings machtlos - wieder war es Haffner, der traf, diesmal per Kopf aus kurzer Distanz. Nach zwei weiteren Chancen für den Gastgeber - der SSV hatte keine einzige in der 1. Halbzeit - fiel kurz vor dem Pausenpfiff in der 45. Minute das vorentscheidende 3:0 per Kopfball am langen Pfosten durch Mentor Avdijaj nach einer Flanke.
Trainer Andreas Kerber stellte für den 2. Abschnitt taktisch etwas um, Pascal Müller rückte in die Abwehrkette, Clemens Baltes sollte im Mittelfeld für etwas mehr Sicherheit und Druck nach vorne sorgen. Die erste Chance (48. Minute) und das nächste Tor (55. Minute) waren aber wieder auf Seite der Gastgeber zu verzeichnen. Dennis Wilhelm traf zum 4:0 per Schuss von der linken Strafraumecke in die rechte Torecke. Vorausgegangen war abermals ein eklatanter Fehler beim SSV. Nach sage und schreibe 58 Minuten war dann endlich die erste Chance für die Eintracht zu verzeichnen: Der eingewechselte Stephan Schweizer kam ca. 10 Meter vor dem Schwemlinger Tor frei zum Schuss, zielte aber etwas zu hoch. Nach einem Absteitstor für die Gastgeber (67.) hatte der SSV seine beste Phase des Spiels und tauchte viermal gefährlich vor dem Schwemlinger Tor auf. Daniel Grauvogel hatte dabei in der 72. Minute die größte SSV-Chance überhaupt, als er alleine auf Torwart Schuler zulief, aber an selbigem scheiterte. In der 80. Minute hatte der SSV bei einem Konter der Gastgeber zunächst Glück, musste Sekunden später aber dann doch den fünften Gegentreffer hinnehmen. Dennis Wilhelm erzielte seinen zweiten Treffer nach einer Ecke - 5:0. Auch ein Ehrentreffer sollte dem gebeutelten SSV nicht mehr gelingen, obwohl Stephan Schweizer (Weitschuss 84. Minute) und Hussein Issa (Freistoß 87. Minute) jeweils noch einen Versuch unternahmen.
Fazit: Neun Punkte Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz... Und die Konkurrenz hat bis auf Schwemlingen noch ein Spiel mehr zur Verfügung... Dazu diese unerkärlich schwache Leistung in solch einem entscheidenden Spiel... Es fällt schwer, jetzt den Optimismus zu bewahren... Unmöglich ist aber natürlich nichts, es sind immerhin noch 39 Punkte in den verbleibenden 13 Spielen zu vergeben... Allerdings kann man nur dann genug davon holen, wenn endlich eine Mannschaft auf dem Platz steht, wo von der Nr. 1 bis zur 21 alle an einem Strang ziehen und wo jeder das Letzte aus sich rausholt...
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Beim Tabellenführer und Herbstmeister hätte der SSV ja eigentlich nichts zu verlieren gehabt, wäre da nicht die prekäre Situation, in der jeder Punkt gebraucht wird.
Doch bereits in der 7. Minute klingelte es im Überherrner Gehäuse. Vorausgegangen war eine gute Gelegenheit für den SSV durch Pascal Müller, der den Ball aber vertendelte und dadurch einen Siersburger Konter einleitete, der durch den starken Marius Mosbach mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich abgeschlossen werden konnte, nachdem er einige Überherrner Abwehrspieler wie Slalomstangen umkurvt hatte - 1:0. Nach 14 Spielminuten fasste sich Max Spies ein Herz und zog aus 30 Metern Richtung Siersburger Torwinkel ab, doch FVS-Torwart Marc-Julien Fischer machte seinem Namen alle Ehre und fischte den Ball bärenstark aus dem Winkel. Beim Nachschuss sah Pascal Müller wieder unglücklich aus, als er den Ball quer legte, statt ihn "einfach" reinzumachen. Anschließend ging das Spiel flott hin und her, wobei Siersburg durch die besseren Einzelspieler, allen voran Marius Mosbach und Ralf Rommelfanger, die besseren Chancen hatte. In der 40. Minute fiel so folgerichtig das 2:0 aus kurzer Distanz nach einem Siersburger Flügellauf durch die rechte Überherrner Abwehrseite. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Nach einem Kabinen-Donnerwetter von Trainer Andreas Kerber, der die Einsatzbereitschaft einiger Spieler vermisst hatte, musste Jan Zenner in der 47. Minute sein ganzes Können aufzeigen, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Zenner stand auch in der 54. Minute im Mittelpunkt: Einen "normalen" Zusammenprall mit einem Siersburger Stürmer wertete der Schiedsrichter als Foul. Der fällige Elfmeter wurde anschließend zum 3:0 verwandelt (55. Minute). Nach einer weiteren Siersburger Chance (Lattenschuss in der 58. Minute) konnte der SSV das Spiel etwas offener gestalten und kam bis zur 70. Minute zu einigen guten Gelegenheiten, die beste Chance vergab dabei Clemens Baltes bei einem Kopfball in der 63. Minute, den er neben das Tor setzte. Danach war Siersburg wieder am Drücker (75. Zenner hält, 77. wieder Latte, 80. Kopfballchance) und erzielte in der 82. Minute nach einem stark abseitsverdächtigen Angriff, wieder über die rechte Überherrner Abwehrseite, den 4:0-Endstand.
Fazit: Der Tabellenführer war an diesem Tag eine Nummer zu groß für einen SSV in der Form eines Absteigers. Ein harmloser SSV-Sturm gepaart mit eklatanten Abwehrproblemen führte zu einem klaren Sieg für den Gastgeber, dem eine durchschnittliche Leistung locker für diesen Sieg ausreichte.
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des FVS):
Ungefährdeter Sieg im letzten Heimspiel
Auch im letzten Heimspiel gegen den SSV Überherrn konnten unsere Jungs überzeugen und ließen dem Gegner keine Chance. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können. Bereits in der 8. Minute erzielte Marius Mosbach durch einen 16m-Distanzschuss aus halblinken Position das 1:0. Überherrn kam in der 15. Minute zu seiner einzigen guten Chance: Max Spies schoss einen abgewehrten Ball aus ca. 18 Metern volley auf das Tor. Doch unser Torwart Marc Fischer wurde seinem Namen gerecht und „fischte“ diesen Ball aus dem linken Torwinkel. In der Folgezeit vergaben wir nach schnell vorgetragenen Kombinationen 3-4 hochkarätige Torchancen. Aber kurz vor der Halbzeit setzte sich Olli Steinhauer auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und passte mustergültig zu Thomas Heitz in die Mitte, der das 2:0 markierte (42. Minute). In der zweiten Halbzeit spielte Überherrn zwar im Mittelfeld gefällig mit, unsere Defensive ließ jedoch keine einzige Torchance zu. Bereits in der 54. Minute fiel die Entscheidung. Der gegnerische Torwart foulte Thomas Heitz im 5m-Raum und Ralf Rommelfanger verwandelte der Elfmeter sicher zum 3:0. Ähnlich wie in der 1. Halbzeit erspielten wir uns auch in der 2. Halbzeit über die Außenpositionen weitere, gute Torchancen. Zudem hatten wir durch Olli Steinhauer und Marius Mosbach noch zwei Lattentreffer. Zwei einwechselte Spieler setzten den Schlusspunkt: Robin Theobald marschierte auf der linken Seite durch und flankte auf Nico Grafe am 1. Pfosten. Dieser verwandelte im zweiten Versuch zum 4:0-Endstand (81. Minute).
Fazit: ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg.