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Spielberichte 2. Herren


Dass die Zuschauer an diesem Sonntag im Waldstadion keinen fussballerischen Leckerbissen zu sehen bekommen sollten, war eigentlich schon im voraus klar, denn insbesondere die Gäste legen eher großen Wert auf Kampf, als auf Spielkunst. Doch die Elf von Dieter Vier begann sehr vielversprechend und hätte durch Michael Vodopivec früh in Führung gehen können, doch der Mittelfeldspieler scheiterte am Schlussmann des FC Steinrausch. Die Mannschaft von Gästetrainer Weiss sicherte zunächst die Defensive und ging mit der ersten nennenswerten Angriffsaktion nach 15 Minuten überraschend mit 1:0 in Front: nach einem Angriff über die linke SSV-Abwehrseite stand der Spielführer plötzlich etwa 20 Meter mutterseelenallein und schickte die Kugel sehenswert und unhaltbar für Rouven Müller in den linken Torwinkel. Doch der SSV blieb unbeeindruckt und nur 5 Minuten nach der Steinrauscher Führung konnte Stephan Baron bereits egalisieren: nach einer tollen Kombination über Vodopivec und Feld stand er plötzlich halblinke Position allein vor dem Torwart und schoss den Ball gekonnt mit dem Aussenrist zum 1:1 ins Netz. Danach stand der Unparteiische mehrfach auf dem Plan, wobei man fairerweise sagen muss, daß dem 2:1 wiederum durch Baron nach 40 Minuten eine Abseitsstellung von Henry Miassa vorausging. Die Gäste aber ließen ihrem Frust nun freien Lauf und konzentrierten sich mehr auf den Schiedsrichter als auf das Spiel. Kurz vor der Pause wurde zunächst Nico Engelhardt elfmeterreif gefoult, doch als der Pfiff des Unparteiischen ausblieb, legte er sich den Ball am Boden liegend mit dem Arm vor und wurde nur Sekunden später erneut gelegt, dieses Mal allerdings fragwürdig, doch der Schiedsrichter gab nun den Strafstoss. Stephan Baron war´s egal und bedankte sich mit einem lupenreinen Hattrick und dem 3:1-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel hätte die Elf von Dieter Vier frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können, doch beste Chancen wurden nicht genutzt und Fraulautern-Steinrausch kam nach 65 Minuten zum Anschlusstreffer. Nun begann eine 10-minütige Drangphase, in der der SSV Glück hatte, als Ali Mostefa einen Schuss von der Linie kratzen konnte. Danach bekam unsere Mannschaft das Spiel aber wieder besser in den Griff und nach 80 Minuten sorgte Nico Engelhardt nach schöner Vorarbeit von Baron und Feld für den 4:2-Endstand.
Fazit: Die Mannschaft machte es sich wieder einmal selbst unnötig schwer und vor allem sollten sich Teile des Teams mehr auf den Fussball, als auf das Kritisieren von Mitspielern konzentrieren!
Tore: Baron (3), Engelhardt


Bous scheint ein gutes Pflaster für unsere Mannschaft zu sein, denn nach dem Auswärtssieg am 3. Spieltag bei der Reserve der FSG Bous, entwickelte sich auch gegen den Tabellenletzten ein Spiel auf ein Tor. Allerdings tat sich die Elf von Dieter Vier zunächst sehr schwer, denn Albazzura hielt zu Beginn recht gut dagegen, auch wenn deutlich erkennbar war, daß die Mittel des punktlosen Tabellenletzten im unteren Durchschnitt lagen, denn bei fast jeder Aktion des Gastgebers war ein Halten, Ziehen oder Nachhakeln dabei. Doch nach einer halben Stunde konnte Henry Miassa den Bann brechen: einen Eckball von Thomas Feld unterlief der Albazzura-Keeper und Lars Lorson legte den Ball per Kopf in die Mitte, wo Miassa höher sprang als sein Gegenspieler und zum 0:1 einköpfte. Bous fand in der Offensive kaum statt und Stephan Baron konnte kurz vor der Pause auf 0:2 erhöhen, als er einen Ball von Michael Vodopivec ins Tor verlängerte.
Nach dem Wechsel sorgte wiederum Baron nach einem Freistoss von Thomas Feld mit einem Kopfball zum 0:3 für die Vorentscheidung und beim 0:4 nach etwa 60 Minuten half ein Akteur des Gastgebers mit, als er eine flache Hereingabe von Nico Engelhardt ins eigene Netz bugsierte. Nach 75 Minuten wurde Baron dann elfmeterreif gefoult, doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen und die anschließende Hereingabe von Christopher Hild konnte Baron zum 0:5 verwerten. Aus SSV-Sicht sehr ärgerlich war dann die Schlussphase, als sich die Mannschaft auf dem komfortablen Vorsprung auszuruhen schien und die Abwehrarbeit derart vernachlässigte, daß Manuel Koenig sich 2 Minuten vor Ende im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste, so daß Albazzura der Ehrentreffer per Elfmeter quasi geschenkt wurde.
Fazit: Gegen einen ganz schwachen Gegner ein absoluter Pflichtsieg!
Tore: Baron (3), Miassa und Eigentor


Nach der katastrophalen Leistung in der Vorwoche in Lisdorf hatte die Mannschaft von Dieter Vier einiges gutzumachen und ging entsprechend engagiert zu Werke. Düren-Bedersdorf, von vielen vor der Saison als Geheimfavorit auf die Meisterschaft gehandelt, hielt aber dagegen und so entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Insbesondere in den ersten 45 Minuten war die Partie sehr ausgeglichen und ging folgerichtig mit einem torlosen Remis in die Halbzeit. Unmittelbar nach der Pause dann der große Auftritt des für Michael Vodopivec bereits nach 30 Minuten eingewechselten Henry Miassa: mit seiner ersten Torchance brachte er seine Mannschaft nach 46 Minuten mit 1:0 in Führung. Leider sollte dieser Vorsprung aber nur kurze Zeit halten, denn nur 5 Minuten später wusste sich Fabian Schwinn gegen den starken Karsten Schütz nur mit einem Foul zu helfen und da die Aktion im SSV-Strafraum stattfand, entschied der Schiedsrichter folgerichtig auf Strafstoss. Andreas Bernotat ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1. Danach hätte unsere Mannschaft bei mehreren sehr guten Möglichkeiten wieder in Führung gehen können, doch das 2:1 fiel auf der anderen Seite: nach einem Freistoß schaffte es die SSV-Abwehr nicht, den Ball zu klären und nach einer endlos langen Kopfballstaffette landete die Kugel schließlich erneut bei Bernotat, der ebenfalls per Kopf Dirk Graeske keine Abwehrchance ließ. In der Folge startete die Vier-Truppe wütende Angriffe auf das Dürener Tor, doch entweder der glänzende Torwart oder das Aluminium verhinderte den verdienten Ausgleich. So blieben die Bemühungen letztlich erfolglos und nach Meinung unseres Trainers Dieter Vier hatte die bessere Mannschaft an diesem Tag leider das Nachsehen.
Fazit: Nur die Hälfte der Leistung hätte z.B. in Lisdorf schon ausgereicht, um dort nicht als Verlierer den Platz zu verlassen, aber Düren-Bedersdorf war einfach das cleverere Team!
Tor: Miassa


In dieser Saison könnte man bisher die Spiele unserer zweiten Mannschaft folgendermaßen zusammenfassen: Zuhause "hui", auswärts "pfui". Nachdem man von 4 bisherigen Gastspielen 3 auf ungeliebten Hartplätzen absolvierten musste, war nach der Niederlage in Felsberg und dem Unentschieden in Altforweiler die Begegnung gegen den Tabellenvorletzten aus Lisdorf der negative Höhepunkt. Von Beginn an war dem Vier-Team anzumerken, dass es nicht richtig in die Partie findet, es fehlten Laufbereitschaft, Einsatzwille und der spielerische Vorteil wurde viel zu selten ausgenutzt. Der Gastgeber setzte fast nur auf Kampf, war mit solch durchschnittlichen Mitteln aber zumeist einen Schritt schneller am Ball und hatte insbesondere in den ersten 45 Minuten auch die besseren Torgelegenheiten. Der SSV blieb in der Offensive harmlos und so war der 0:0-Halbzeitstand nur die logische Konsequenz.
Doch es sollte noch viel schlimmer kommen: Lisdorf zog sich immer mehr zurück, lauerte auf Konter und stand in der Abwehr um den gut spielenden Markus Nagel relativ sicher. Unsere Mannschaft fand dagegen kaum ein Rezept und nach 60 Minuten kassierte man die Quittung: Nach einem langen Freistoß von Nagel konnte Ley den Ball unbedrängt auf einen Mitspieler ablegen und der Angreifer überwand Rouven Müller mit einem Schuss aus 6 Metern unter die Latte - 1:0 für den SVL.
In der Folge startete der SSV wütende Angriffe in Richtung SVL-Gehäuse, doch der letzte Pass wurde zu ungenau gespielt und so plätscherte das Spiel Minute für Minute dahin. Lisdorf wartete geduldig auf die Fehler in der SSV-Offensive, doch die entstandenen Kontergelegenheiten wurden ebenfalls fahrlässig vergeben.
So blieb es gegen einen keinesfalls starken Gegner letztlich bei der unnötigen Niederlage, die sich die Mannschaft zum Großteil aber selbst zuzuschreiben hat, denn mit solch schwachen Leistungen wird man auch in der Kreisliga A nicht viele Spiele gewinnen.
Fazit: Mit der schwächsten Saisonleistung eine nicht mal unverdiente Niederlage!
Tore: Fehlanzeige


Um in der Tabelle im oberen Drittel zu bleiben, musste unsere Mannschaft nach dem spielfreien Wochenende und der unglücklichen Niederlage gegen Saarlouis eine Woche zuvor unbedingt gegen den Tabellendritten aus Elm gewinnen. Dementsprechend motiviert begann die Elf von Trainer Dieter Vier und nach nicht mal einer Minute musste der Elmer Torwart bereits gegen Michael Vodopivec retten. Nach 10 Minuten hatte Christian Paquet innerhalb von 60 Sekunden 2 gute Möglichkeiten, doch erneut war der Gästeschlussmann mit tollen Paraden zur Stelle. Der FC08 wirkte beeindruckt und konnte die Abwehr von Achim Willmes kaum unter Druck setzen. Umso überraschender dann der Führungstreffer Elms nach 18 Minuten: nach einem Konter über rechts kam der Ball in der Mitte zu Pohl, der Dirk Gräske im SSV-Tor mit einem trockenen Flachschuss aus etwa 18 Metern keine Chance ließ. Nach dem Rückstand wurde die Partie etwas ausgeglichener und nun ergaben sich Möglichkeiten auf beiden Seiten, auch wenn die Mehrzahl immer noch der SSV vorzuweisen hatte. Die dickste Chance hatte kurz vor dem Pausentee wiederum Michael Vodopivec, als er von Christian Paquet toll freigespielt wurde, mit seinem Schuss aus 8 Metern aber erneut am herausstürzenden Schlussmann der Gäste scheiterte. Nach der passenden Ansprache von Dieter Vier zur Halbzeit fiel nach 50 Minuten der hochverdiente Ausgleich: Michael Höfer schickte mit einem schönen Pass über links Adrian Mross auf die Reise, dessen Hereingabe brauchte Christian Paquet, den die Gästeabwehr mutterseelen allein ließ, nur noch zum 1:1 einzuschieben. Nun war der SSV am Drücker; nach 63 Minuten spielte Thomas Feld wunderschön steil auf Adrian Mross und der junge Stürmer schloss mit einem satten Schuss in den linken Winkel zum 2:1 ab. Von den Gästen kam nun nicht mehr viel und Christian Paquet konnte innerhalb von 2 Minuten (71.Min. bzw.73.Min.) 2 weitere Treffer zum 4:1 erzielen, als er jeweils alleine auf den Torwart zuging und sicher abschloss. Unverständlicherweise wurde das Vier-Team danach immer nervöser und Jungmann verkürzte nach einer Ecke zum 2:4 (79.). Der Tabellendritte warf jetzt alles nach vorne und profitierte nach 87 Minuten von einem Anfängerfehler in der SSV-Abwehr, als alle Spieler den Ball im Toraus wähnten und Jungmann die Hereingabe zum 3:4 eindrückte. So musste unsere Elf mit den 4 Minuten Nachspielzeit noch eine völlig unnötige Zeit Zittern, brachte den Vorsprung aber aufgrund der klareren Mehrzahl an Chancen verdient über die Runden.
Fazit: Wenn die Mannschaft in Zukunft solche kurze Phasen der Unaufmerksamkeit wie ab Minute 75 abstellen kann, wird sie sicherlich in die vorderen Tabellenregionen vorstossen können!
Tore: Paquet (3), Mross