An personelle Hiobsbotschaften ist man beim SSV ja mittlerweile gewöhnt. Diesmal meldete sich der erst kürzlich genesene Christian Paquet mit neuen Schmerzen an alter Stelle ab. Weiterhin fehlten natürlich die Langzeitverletzten Engelhardt, Fahrenkamp, Höfer, Klein und Schwinn. Wieder bzw. neu im Kader waren Hussein Issa, Sascha Lenzner und Daniel Jenal. Letzterer, eigentlich in der "Dritten" zuhause, lief sogar von Beginn an auf.
Der Gast aus Rastpfuhl, nach vier Niederlagen in Folge ähnlich unter Druck wie der SSV, übernahm zunächst die Initiative, beschäftigte den SSV in der Abwehr und erzielte den ersten Treffer per Kopfball in der 19. Minute, der wegen Abseitsstellung aber keine Anerkennung fand. Ab Mitte der 1. Halbzeit konnte der SSV das Spiel dann trotz einiger technischer Fehler ausgeglichen gestalten. Es waren nur wenige Höhepunkte zu notieren, beim Duell zweier "Krisen-Klubs" stand Kampf und Spannung im Vordergrund. In der 35. Minute war SSV-Torwart Jan Zenner bei einem Schuss aus spitzem Winkel zur Stelle. Die bis dahin beste Chance hatte Rastpfuhl in der 39. Minute, Zenner hielt aber auch diesen Schuss aus 10 Metern. Zwei Minuten vor der Halbzeit hätte der SSV mit seiner besten (einzigen) Chance der 1. Halbzeit in Führung gehen müssen, Stephan Schweizer kam nach einer Grauvogel-Flanke frei zum Kopfball, aber der Gästetorwart konnte den Ball noch um den Pfosten lenken. Zur Pause hieß es somit 0:0.
In der 2. Hälfte war zunächst der SSV einige Minuten spielbestimmend, hatte dann aber mehrere brenzlige Situationen im SSV-Strafraum zu überstehen. Der FC Rastpfuhl forderte dabei mehrmals Strafstoß, insbesondere in der 57. Minute hatte der SSV Glück, dass Schiedsrichter Bauer bei einem harten Zweikampft nicht auf den ominösen Punkt zeigte. Nachdem Jan Zenner in der 65. Minute eine Rastpfuhler Bogenlampe gerade noch so über die Latte lenken konnte, fiel er endlich, der ersehnte Führungstreffer: Daniel Grauvogel musste in der 70. Minute aus kurzer Distanz nur noch einschieben, nachdem der SSV über die linke Seite durch Jan Neubauer und Pascal Müller einen wunderschönen Angriff gefahren war und Müller den Ball mustergültig auf Grauvogel quergelegt hatte. Den ersten Saisonsieg vor Augen wurde der SSV nun aber wieder etwas nervös und Rastpfuhl drückte auf den Ausgleich. Wieder mussten einige brenzlige Situationen vor dem SSV-Tor überstanden werden (73. wieder Abseitstor Rastpfuhl, 75. Sebastien Leonard rettet in höchster Not, 75. Rastpfuhl fordert erneut Elfmeter). In den letzten 15 Minuten konnte der SSV sich dann aber wieder befreien und schaffte durch einige gefährliche Konter, meist über und mit Jan Neubauer, die notwendige Entlastung für die Abwehr. Das erlösende 2:0 wollte aber nicht fallen. In der letzten Minute reklamierte der Gast wegen angeblichem Handspiel ein weiteres Mal Elfemeter, aber auch diesmal blieb der Pfiff aus, so dass am Ende ein "dreckiges" 1:0 und der erste Saisonsieg unter Dach und Fach war.
Fazit: Mit der richtigen Einstellung, viel Kampf und ein wenig Glück reichte es diesmal knapp zu einem Dreier. Um weiterhin erfolgreich zu sein, bedarf es aber noch einer Steigerung, insbesondere im Spiel nach vorne.
Tor: Grauvogel
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Und hier der Spielbericht aus Sicht des Gegners (von der Website des FCR):



www.ssv-ueberherrn.de